








Während der ersten zwei Wochen in der Sprachschule in Coronado waren wir 8 Freiwilligen von Brot für die Welt in Esterillos Este in einem Airbnb Villa direkt am Strand, welcher schon fast ein Privatstrand war. Hier haben wir Zeit am Pool verbracht, waren Wandern im Manuel Antonio Nationalpark und waren anschließend in einem Restaurant mit Ausblick auf das Meer.











16.08.19-03.09.19















Hier ein paar Fotos von unserem Ausflug nach San José vor einer Woche 🙂




22.08.19
Heute war ein schöner Tag. Der vermutlich erste Tag, an dem es nicht regnete, sondern rund um die Uhr die pralle Sonne schien. Wir fuhren also in die Berge, wo ein kleiner Reiterhof auf uns wartete.

Wir ritten über robustes Geröll, steile Hügel, grüne Wiesen und durch den sanften Regenwald. Das beste daran war jedoch der Ausblick. Wenn man sich nicht gerade mitten durch den tropischen Regenwald/ Dschungel kämpfte und dabei die artenreiche Flora und Fauna begutäugeln konnte, hatte man eine atemberaubende Aussicht auf Wiesen und Weiden, die erleuchtete Stadt in der Ferne oder doch kleine improvisierte Hütten aus Stahlplatten, die ihren ganz eigenen Charme hatten.













Die ersten Tage hier in Costa Rica waren wunderschön. Zum größten Teil liegt das jedoch an den Menschen, mit denen ich hier zu tun habe und damit meine ich vor allem meine Gastfamilie. Ich habe selten Menschen getroffen, die von Herzen so offen und freundlich und sind. Auch eine solche Lebensfreude habe ich selten gesehen. Ich fühle mich hier sehr wohl.
Für ca. Zwei Wochen leben wir Freiwilligen in Gastfamilien in Coronado, einem eher kleineren Ort in der Provinz San José, nehmen Vormittags einen Sprachkurs und versuchen nachmittags unsere Freizeit so gut wie möglich zu nutzen. Ein paar Beispiele dazu später…

Ich lebe in einem kleinen gemütlichen Haus mit zwei Gasteltern und einer 26-jährigen Gastschwester und einem kleinen Kleffer, der etwas stinkt, aber ansonsten echt ganz süß ist. Alle könnten kaum herzlicher sein. In meinem Zimmer gibt es ein eigenes Bad und sogar trinkbares und warmes Wasser. Ich bin jedoch von Anfang an ohne Erwartungen bzw. Ansprüchen in die zwei Wochen gegangen und wäre auch mit sehr viel weniger sehr zufrieden gewesen. Von daher ist das purer Luxus! Leider bekommen sie es nicht ganz auf die Reihe, meinen Namen auszusprechen, weshalb sie beschlossen haben, mich Jane zu nennen.



Genau wie die Familie, ist auch das Haus sehr offen. Auch wenn es von der Straße aus wie alle anderen Häuser hier , eher wie eine kleine Festung wirkt, ist es hier den Türen wie ein eigenes kleines Paradies. Es gibt nämlich einen großen Außenbereich, in dem sich eine Küche, eine Terrasse und am wichtigsten: ein großer Garten (?) oder eher ein Mini-Regenwald befindet, in dem ich in diesem Moment sitze. Hier wachsen unter anderem kleine Bananenbäume und es wohnen einige Schildkröten in einem winzigen Teich. Eine von ihnen hat bereits versucht mich anzugreifen.


Am ersten Tag haben wir einen kleinen Einführungstag für die Sprachschule aber auch Costa Rica generell gehabt, welcher sehr hilfreich war.
Am Sonntag war ich morgens mit meinen Gasteltern auf dem Wochenmarkt, der ,,feria’’, auf der man eine große Auswahl an frischestem Obst und Gemüse aus der Umgebung gibt. Die Eindrücke waren wirklich atemberaubend. Die Menschen waren sehr herzlich und haben einem häufig etwas zum Probieren gegeben.










Zurückgekehrt sind wir mit fast zwei Einkaufswagen voll Gemüse, aber vor allem Obst und zuhause wurde mir dann erklärt wie alles heißt, wie es zubereitet wird etc.
Ich würde ich wirklich super doll freuen, würdet ihr ein paar Anmerkungen machen oder Fragen stellen. 🙂
Liebe Leserinnen und Leser (liebe Mama, liebe Oma),
Seit ein paar Tagen, genauer gesagt seit dem 16.08.19 nachts bin ich nun in Costa Rica. Am morgen war ich noch mit meiner Familie am Flughafen und wir haben uns tränenreich verabschiedet, dann ging es mit einem Mitfreiwilligen nach Paris und von dort mit meinen weiteren Mitfreiwilligen weiter nach Panama City.



Während des Fluges haben wir viel gequatscht und zwei Freunde und ich haben ein bisschen von dem Angebot an Gratisgetränken Gebrauch gemacht.

Aber selbst während dieses ganzen Fluges, habe ich immer noch keineswegs realisiert, dass ich wirklich für ein ganzes Jahr in Costa Rica leben werde. Der Ausblick beim Landeanflug über Panama war wirklich unbeschreiblich!


Direkt am Flughafen haben wir dann auch eine Kostprobe Lateinamerikas zu spüren bekommen. Wir wurden von einer Gruppe festlich gekleideter Tänzer in Empfang genommen, die von traditioneller Musik einer weiteren Gruppe begleitet wurde.


Bei dem Flug von Panama city nach San José war das Flugzeug leider etwas dubios und klapprig und mir war anfangs ein bisschen bammel, aber ich habe zum Glück größtenteils durchgeschlafen und deshalb nicht mehr wirklich viel mitbekommen. Nachdem wir dann mit dem Bus in den Ort Coronado gefahren wurde, wurde ich von meiner Gastfamilie für die nächsten 20 Tage in Empfang genommen, aber dazu später mehr…

Eingesetzt werde ich in der Organisation Stibrawpa in Yorkin.
Diese ist ein vor ca. 20 Jahren von Bribri-Frauen gegründeter Verein bzw. Tourismus-Kooperative. Die Bribri sind ein indigenes Volk, die in Yorkin im indigenen Territorium Talamanca-Bribri (mit insgesamt 1000 Einwohnern), an der Karibikseite Costa Ricas leben.

Ziel der Bribri-Frauen ist es, den Urwald zu schützen, die lokale Kultur zu erhalten und genügend Ressourcen zu erwirtschaften, um das Familieneinkommen dergestalt zu ergänzen, dass die Männer nicht als Wanderarbeiter zwischen Dorf und Plantagen leben müssen.
Um die zu erreichen, entwickelten sie neue Aktivitäten und begannen mit der Handwerksproduktion und geben Touristen die Möglichkeit, das Dorf und die Kultur der Bribri kennenzulernen, indem sie Führungen anbieten und jene in Gästehäusern für ein bis zwei Nächte übernachten zu lassen. Zu den Führungen gehören zahlreiche Aktivitäten wie der Wanderung zum Wasserfall, zum Fluss und den Plantagen sowie ein Vortrag über die Bribri und das Herstellen von Schokolade. Weiterhin betreiben sie jedoch Landwirtschaft als zusätzliche Einnahmequelle, aber auch zum Eigenbedarf.


In dem Projekt werde ich viele verschiedene Tätigkeiten ausführen dürfen, was mich sehr freut. Dazu gehört vor allem die Arbeit im Büro, wobei ich bei der Buchhaltung helfen werde und für die Organisation der Buchungen der Gäste und Buchhaltung zuständig sein werde. Zudem werde ich die Führung der nicht spanischsprachigen Touristen bei den Touren übersetzen. Auf Letzteres freue ich mich besonders. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr interessant sein wird, sich mit diesen zu unterhalten und ihnen über die Bribri zu erzählen. Auch macht es mir großen Spaß Englisch zu sprechen, was ich dort realisieren kann. Außerdem kann ich mich im Dorf an verschiedenen weiteren Stellen einbringen, bei denen ich mir noch nicht ganz im Klaren bin, woraus diese bestehen werden.



Wer noch mehr darüber erfahren möchte, kann ja mal bei der eigenen Website der Partnerorganisation Stibrawpa vorbeischauen. Hier der Link: https://enstibrawpayorkin.wordpress.com
Brot für die Welt entsendet jedes Jahr rund 30 Freiwillige nach Costa Rica, Georgien, Kambodscha, Kamerun und Sambia. Außerdem nimmt es seit 2014 auch an der Süd-Nord-Komponente teil und empfängt 12 Freiwillige aus denselben Ländern in Deutschland.
Für mich übernehmen sie viel Organisatorisches, wie beispielsweise das Buchen des Fluges. Außerdem begleiten sie die Freiwilligen das ganze Jahr über, stehen bei Fragen und Problemen zur Seite und bieten das Vorbereitungs-, Zwischen- und Rückkehrseminar für uns an.
Weltwärts ermöglicht einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zwischen sechs und 24 Monaten, für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren. Hierbei geht es um einen Lerndienst zur Förderung des interkulturellen Austausches und Verständnisses. Die Freiwilligen werden von Entsendeorganisationen und den Partnerorganisationen im Einsatzland betreut.

Das weltwärts-Programm wird vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) getragen, das bedeutet, dass der Dienst zu 75% vom Staat finanziert wird.
25% der Kosten für den Freiwilligendienst mit ,,weltwärts’’ sollen von der Entsendeorganisation übernommen werden. Da die Entsendeorganisationen nicht über unendliche finanzielle Mittel verfügen, bittet Brot für die Welt mich also darum, Spenden für den Freiwilligenjahrgang 2019/20 zu sammeln. Wenn ich dies nicht tue, darf ich trotzdem ausreisen, schwäche jedoch das System und nehme möglichen zukünftigen Jahrgängen die Chance entsandt zu werden.
Die Finanzierung für den gesamten Freiwilligenjahrgang basiert auf einer Solidargemeinschaft, alle zahlen auf das gleiche Konto ein, sodass kein Nachteil für finanziell schwächere entsteht, so werden auch die Freiwilligen der Süd-Nord-Komponente mitfinanziert.
Wenn ihr mich bei der Finanzierung meines Auslandsjahres und damit auch viele weitere Freiwillige durch eine Spende unterstützen wollt, bin ich euch sehr dankbar!
